Beiträge von H.Wittmann

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    Jeden Tag engagieren sich in Hessen tausende Menschen haupt- oder ehrenamtlich als Einsatzkraft bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Sie sorgen mit ihrem Engagement dafür, dass sich mehr als 6 Millionen Hessinnen und Hessen auf Schutz, Sicherheit und Hilfe im Notfall verlassen können. Leider kommt es aber immer wieder zu Angriffen auf Einsatzkräfte, ob bei Großereignissen oder im alltäglichen Dienst. Einsatzkräfte werden bedroht, bespuckt, getreten und geschlagen. Angriffe auf Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte sind Angriffe auf unsere Gesellschaft, unseren Rechtsstaat und auf unsere Werte. Wir sind solidarisch mit unseren Einsatzkräften


    Die Landesregierung Hessen hat sich für einen verbesserten Schutz in Hessen und ganz Deutschland stark gemacht. Die Initiative wurde im April 2017 bundesweit im Strafgesetzbuch umgesetzt. Mit dem neuen Gesetz machen wir den Unwert solcher Taten deutlich und schützen die Frauen und Männer noch ganzheitlicher, die sich tagtäglich für unser Wohl einsetzen. Unsere "Schutzschleife" ist ein Symbol für die Verbundenheit mit unseren Einsatzkräften. In den Farben Blau, Rot und Weiß gehalten, steht sie für die Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte in Hessen. Schutzschleifenträger zeigen ihre Solidarität und Wertschätzung für die Frauen und Männer, die tagtäglich mit ihrer Arbeit und oft auch mit ihrem Leben für uns einstehen.


    Bestellen Sie hier kostenfrei die Schutzschleifen-Sets bestehend aus Anstecknadeln, einem (Auto-)Aufkleber und einer Postkarte.


    Mit der Schutzschleife kann sich nun jeder mit der Blaulichtfamilie solidarisieren. Sie ist ein von der Hessischen Landesregierung initiiertes Symbol, das die Verbundenheit, Anerkennung und Wertschätzung mit unseren Einsatzkräften ausdrückt. Die Farben Blau, Rot und Weiß stehen dabei symbolisch für die Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte in Hessen.

    Die Berliner Feuerwehr zieht eine schockierende Bilanz der Silvesternacht 2022/2023. So wurden Einsatzkräfte etwa mit Feuerwerk beschossen. Nach der Silvesternacht berichtet die Berliner Feuerwehr von mehreren Angriffen. Einer Pressemitteilung vom Sonntagmorgen zufolge sind die Einsatzkräfte mehrfach attackiert worden, teils von vermummten Personen mit Waffen oder Feuerwerk. "Fassungslos und traurig" zeigten sich die Feuerwehrleute, von denen in der Nacht 15 verletzt worden seien.


    Schon am Abend hatte die Feuerwehr einen Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser ist zu Silvester allerdings üblich. Im Zeitraum von 19 bis 6 Uhr habe es rund 1.700 Einsätze gegeben. Das waren fast doppelt so viele wie in den beiden Vorjahren und zudem etwa 200 mehr als am Jahreswechsel 2019/20 – also vor Ausbruch der Corona-Pandemie. "Im Stadtgebiet wurden nach jetzigem Kenntnisstand 22 Personen durch Pyrotechnik verletzt und behandelt", heißt es in der Pressemitteilung.


    Ebenfalls Teil der Nacht waren demnach Attacken auf Einsatzkräfte. 38 Angriffe auf Menschen und Fahrzeuge hat die Feuerwehr eigenen Angaben zufolge registriert, ein Angehöriger der Feuerwehr wurde zur Behandlung stationär aufgenommen. "Dieses Verhalten ist durch nichts zu rechtfertigen, und ich kann es nur auf das Schärfste verurteilen", sagte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen zu den Attacken. "Wer Menschen in Not zu Hilfe eilt und dann angegriffen wird, muss geschützt werden."


    Die Feuerwehr werde deshalb jeden Vorfall zur Anzeige bringen. "Überrascht wurden wir von der Masse und der Intensität der Angriffe auf unsere Einsatzkräfte", heißt es in der Pressemitteilung. So sei ihnen etwa eine Schreckschusspistole ins Gesicht gehalten worden, Menschen hätten Bierkisten und Feuerlöscher auf Fahrzeuge geworfen. Die Feuerwehr sei zudem während Löscharbeiten "gezielt" mit Pyrotechnik beschossen oder durch Barrikaden aufgehalten worden. Demnach sei einer der Einsätze nur unter Polizeischutz möglich gewesen. "Selbst erfahrene Einsatzkräfte waren über die Aggressivität und Gewaltbereitschaft durch zum Teil vermummte Gruppen geschockt", heißt es in einer Bilanz. Quelle: t-online.de


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    Funktionelle Entspannung (FE) weltweit

    In den USA ist die Funktionelle Entspannung (FE) ja bereits durch mehrere Studien bekannt. Dennoch möchte ich euch die Studie The Effect of Brief Functional Relaxation on College Students' Needle Anxiety During Injected Vaccinations vorstellen.


    Lt. Prof. Dr. Thomas Loew ist die FE auch in China nicht mehr unbekannt. Zu verdanken sei das den Wissenschaftlern Jeong Seon Ji und Young-Seok Cho. Und natürlich wird im Wissenschaftsbetrieb in China auf Englisch publiziert: Sa1421 Effect of Functional Relaxation on Patients Undergoing Colonoscopy: A Prospective Randomized Controlled Trial.

    Aktueller Forschungsstand zu Wirksamkeit und Einsatzbereichen der FE Arbeit

    Bisher sind überwiegend Forschungsbefunde im Zusammenhang mit psychosomatischen Erkrankungen erhoben worden. Vor allem im Zusammenhang mit der Atemwegserkrankung Asthma bronchiale wurden mit unterschiedlichen Fragestellungen und Operationalisierungen diverse Interventionsstudien erhoben. Loew et al. (2006) berichteten in ihrem Übersichtsartikel "Körperpsychologie – wissenschaftlich begründet?" von einer der ersten Studien von Deter und Allert aus dem Jahre 1983, die einen Methodenvergleich zwischen Funktioneller Entspannung und Autogenem Training (AT) beinhaltete. Es wurden Patienten in drei Gruppen mit unterschiedlichen Interventionskombinationen aufgeteilt (FE und Psychoedukation, AT und Psychoedukation sowie einer Wartelisten–Kontrollgruppe). Die Kosten–Nutzen–Relationen der Therapien wurden mit soziodemographischen Variablen, Krankheitsdauer, Anzahl der Asthmaanfälle, Anzahl der Arztbesuche und Klinikaufenthalten innerhalb des letzten Jahres sowie mit einem Lungenfunktionstest vor und nach der Therapie bewertet. Bei einer Katamnese eineinhalb Jahre nach Beendigung der Gruppeninterventionen wurden erneut eine Befragung und Lungentestung durchgeführt. Ziel der Überprüfung war die Untersuchung von zusätzlichen Effekten durch Entspannungsverfahren im Anschluss an Patientenschulungen. Im Vergleich zu der Kontrollgruppe wurden signifikante Veränderungen festgestellt: Zunahme des intrathorakalen Gasvolumens, verminderte Trait-Angst, Verringerung von Atemnot und Asthmaanfällen, Reduktion des Medikamentenbedarfs, Rückgang der Schlafstörungen und des Hustenreizes sowie eine Verbesserung der subjektiven Bewältigungskompetenz.


    Zu allen aufgeführten Studien wurden erkennbare Verbesserungen bei den Befunden in physischer und psychischer Hinsicht nach FE-Interventionen berichtet. Weitere in der Universitätsklinik Regensburg durchgeführte Studien zeigten ebenfalls positive Effekte beim Einsatz von FE-Angeboten: in unterschiedlichen Untersuchungssettings wurden Patienten mit Colon–irritable, Arterieller Hypertonie sowie chronischem Spannungskopfschmerz einbezogen.In den letzten Jahren werden im Rahmen der Psychotherapieforschung vermehrt Untersuchungen zu Körperpsychotherapieverfahren (unter anderem zu der FE) vorgenommen (Röhricht, Seidler, Joraschky, Borkenhagen et a. 2005). Dies folgt dem Bestreben, die Körperpsychotherapie innerhalb eines Anerkennungsverfahrens als weiteres psychotherapeutisch methodisches Spektrum neben den tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutischen und gesprächstherapeutischen Verfahren als vierte Säule einzureihen. Der Körper wird als Manifestationsort des Emotionserlebens, als Schnittstelle von Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln angesehen (Röhricht, 2002). Durch die verstärkte Fokussierung auf Emotionen bei der Psychotherapieforschung erhalten die körperpsychotherapeutischen Verfahren somit einen besonderen Stellenwert.


    Die Gesamtfassung der Studie finden Sie auf unter Studie-Fe-Reiners als pdf–Download.


    Dort sind auch folgende Kapitel nachzulesen:

    • Methodisches Vorgehen
    • Stichprobenbeschreibung und Erhebungsmodalitäten
    • Empirische Befunde
    • Deskriptive Statistiken

    In dieser Studie wurde erstmalig die Wirkung von funktioneller Entspannung bei Patienten mit chronischem Kopfschmerz in einem randomisierten einfachblinden placebokontrollierten Design untersucht. Erstmalig wurde ein Placeboentspannungsverfahren eingesetzt. Behandelt wurden 24 Patienten mit dem Verumverfahren der Funktionellen Entspannung und 12 Patienten mit einem Placeboverfahren. Bei den Patienten handelte sich um Patienten mit chronischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp, nach Kriterien der IHS Gruppe 2, die im Rahmen einer allgemeinmedizinischen Praxis sich Hilfe suchten. Weiterlesen...


    Schlussfolgerung: Die Prinzipien der Funktionellen Entspannung sind den Patienten in kurzer Zeit durch gemeinsames Üben zu vermitteln, außerdem kann die funktionelle Entspannung in jeder Körperhaltung durchgeführt werden, z.B. auch am Arbeitsplatz, ohne daß anwesende Personen etwas davon bemerken. Die Funktionelle Entspannung kann sich damit als wertvolle Methode zu den nichtmedikamentösen Therapien einreihen, die E.Blanchard bereits 1992 in einer Übersichtsarbeit auch angesichts ihrer anhaltenden Effekte, ihrer positiven Nebeneffekte wie Reduktion von Depressionen und Angst und ihrer guten Tendenz zur Kostendämfung als ausbauwürdig empfahl und diese ergänzen. Aus all diesen Gründen scheint die Funktionelle Entspannung insgesamt eine gute, ergänzende vorallem prophylaktisch gut anwendbare Therapiemöglichkeit bei chronischer Kopfschmerzerkrankung zu sein.

    Bluthochdruck (Hypertonie) und FE

    Die vorliegende Studie vergleicht die blutdrucksenkende Wirkung zweier Entspannungsverfahren, die eingehender dargestellt werden, nämlich das Autogene Training (AT) nach I. H. Schultz und die Funktionelle Entspannung (FE) nach M.Fuchs. In der randomisierten kontrollierten Feldstudie in einer Allgemeinpraxis wurden 15 Patienten mit essentieller Hypertonie in zwei unterschiedlichen Entspannungsverfahren unterrichtet, nämlich Autogenes Training und Funktionelle Entspannung. Weiterlesen...


    Schlussfolgerungen:

    Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass die Funktionelle Entspannung ein sinnvolles, die medikamentöse Therapie ergänzendes Therapiekonzept zur Behandlung der essentiellen Hypertonie darstellt, das sowohl unter ambulanten als auch unter stationären Bedingungen einsetzbar ist.

    Der Einsatz von Körperpsychotherapie an deutschen Kliniken für Psychosomatik. Eine repräsentative Querschnittserhebung. Aus der Abteilung für psychosomatische Medizin. Prof.Dr.Thomas Löw.


    Die vorliegende Arbeit enthält die Ergebnisse einer Befragung an den Kliniken für Psychosomatik in Deutschland und befasst sich mit der Frage, welchen Stellenwert die Körperpsychotherapieverfahren und Körperverfahren an solchen Einrichtungen haben und in welcher Weise sie angewendet werden.

    Literaturempfehlungen zum Thema Funktionelle Entspannung:

    Klinische Studien und Dissertationen:

    • Beck S. Vorzeitige Wehentätigkeit und Funktionelle Entspannung. Berlin: Humboldt-Universität 2001.
    • Bohmann, H. Efficacy of functional relaxation in asthma in comparison to inhaled terbutaline and guided body-perception. A standardized, prospective, randomized trial. Erlangen-Nürnberg: Friedrich-Alexander-University School of Medicine 1998.
    • Calatzis A. Funktionelle Entspannung als komplementäres Behandlungskonzept bei chronischen Schmerzpatienten im stationären Bereich: Eine prospektiv-kontrollierte Studie. Innsbruck: University of Innsbruck 2003.
    • Gebhardt M. Effektivität der Funktionellen Entspannung zur Stressprävention. München, Technische Universität 2016.
    • Hager D. Autogenes Training versus Funktionelle Entspannung. Erlangen-Nürnberg: Friedrich-Alexander-Universität 1997.
    • Lahmann C, Gebhardt M, Sattel H, Dinkel A, Pieh C and Probst T (2017) A Randomized Controlled Trial on Functional Relaxation as an Adjunct to Psychoeducation for Stress. Frontiers in Psychology, 8, 1553; doi: 10.3389/fpsyg.2017.01553
    • Lahmann, C., Gebhardt, M., Henrich, G., Dinkel, A., Pieh, C., & Probst, T. (2017). A randomized controlled trial on functional relaxation as an adjunct to psychoeducation for stress. Frontiers in Psychology, 8, 1553; doi 10.3389/fpsyg.2017.01553
    • Lahmann C, Schulz C, Schuster T et al. Effects of functional relaxation and hypnotherapeutic intervention on IgE in dust-mite allergic adult asthmatics: a randomized, controlled clinical trial. Journal of Nervous and Mental disease 2010; 198: 125-130.
    • Lahmann C, Gebhardt M, Henrich G, Dinkel A. Effectiveness of Functional Relaxation as complementary therapy in irritable bowel syndrome: a randomized, controlled clinical trial. Journal of Complementary and Alternative Medicine 2010; 16: 47-52.
    • Lahmann C, Nickel M, Schuster T et al. Functional relaxation and hypnotherapeutic intervention as complementary therapy in asthma: a randomized, controlled clinical trial. Psychotherapy and Psychosomatics 2009; 78: 233-239.
    • Lahmann C, Loew TH, Tritt K, Nickel M.Efficacy of functional relaxation and patient education in the treatment of somatoform heart disorders: a randomized, controlled, clinical investigation. Psychosomatics 2008; 45: 378-385.
    • Lahmann C, Schoen R, Henningsen P et al. Functional relaxation in comparison to audioanalgesia in the treatment of dental anxiety: a randomized, controlled, clinical investigation. Journal of the American Dental Association 2008; 139: 137-324.
    • Loew TH, Tritt K, Siegfried W, et al.Efficacy of "functional relaxation" in comparism to terbuatline and ‘placebo relaxation’ method in Patients with acute asthma. A randomized, prospective, placebo- controlled, crossover experimental investigation. Psychother Psychosom 2001; 70: 151-157.
    • Loew TH. Die Wirkung von FE bei akuter Bronchokonstriktion – vergleichbar mit dem Effekt eines Sympathomimetikums. Forsch Komplementärmed 1996a; 3: 110-115.
    • Loew TH, Siegfried W. ‚Functional relaxation’ reduces acute airway obstruction in asthmatics as effectively as inhaled terbutaline. Psychother Psychosom 1996c; 65: 124- 128.
    • Meixner-Swidergal F. Funktionelle Entspannung versus Progressive Muskelrelaxation in der nichtmedikamentösen Migräneprophylaxe. München: Ludwig-Maximilians Universität 2014. Schmidt J. Funktionelle Entspannung bei funktionellen Unterbauchbeschwerden, eine Placebokontrollierte Studie. Erlangen-Nürnberg, Friedrich-Alexander-Universität 2000.
    • Schmidt J G. Functional relaxation in the treatment of tension headache. Erlangen-Nürnberg, Friedrich-Alexander-University School of Medicine 2000.
    • Schön R. Wirksamkeit der Funktionellen Entspannung im Vergleich zu der Audioanalgesie und einer Kontrollgruppe – ohne Entspannung – auf die Angst während zahnärztlicher Behandlung. Regensburg, Universität 2007.
    • Schreiner A. Die Behandlung des Fibromyalgiesyndroms mit der tiefenpsychologisch fundierten Körpertherapiemethode „Funktionelle Entspannung“ nach Marianne Fuchs. Erlangen-Nürnberg, Friedrich-Alexander-Universität 2004.
    • Sohn K R. Die Funktionelle Entspannung in der Therapie des Kopfschmerzes vom Spannungstyp. Erlangen-Nürnberg, Friedrich-Alexander-Universität 1998.
    • Seidel, N I. Veränderungen der Herzratenvariabilität bei Entspannungsübungen – eine kontrollierte Studie zur Wirkung der Funktionellen Entspannung auf das autonome Nervensystem bei Patienten mit Asthma bronchiale und psychosomatischen Störungen. Erlangen-Nürnberg, Friedrich-Alexander-Universität 1999.
    • Tressel-Savelli F. Die Wirksamkeit der Funktionellen Entspannung im Vergleich zum autogenen Training bei essentieller arterieller Hypertonie. Regensburg, Universität 2007.
    • Witt S. E. Wirksamkeit der Funktionellen Entspannung im Vergleich mit einem imaginativen Verfahren, einer Placebounterweisung und einer Kontrollgruppe ohne zusätzliches Therapieziel bei allergischem Asthma bronchiale. Erlangen-Nürnberg: Friedrich-Alexander-Universität 2000.

    Kopfschmerzen, Rückenleiden, Reizdarm: Was wir fühlen, kann auch unseren Körperbeeinflussen. Bei psychosomatischen Beschwerden liegt oft keine organische Ursache vor. Moderne Therapien zielen darauf ab, Körper und Geist nicht mehr strikt zu trennen. In der Körpertherapie z. B. geht es darum, den eigenen Körper zu spüren und seine Grenzen erlebbar zu machen. Bei der Klopftechnik wiederum soll die Psyche durch das Klopfen auf einzelne Körperteile beeinflusst werden.


    Sendung vom Do., 24.11.2022 8:30 Uhr, SWR2 Wissen, SWR2

    Psychosomatik – Wie Gedanken und Gefühle die Gesundheit beeinflussen
    Kopfschmerzen, Rückenleiden, Reizdarm: Was wir fühlen, kann auch unseren Körper beeinflussen. Bei psychosomatischen Beschwerden liegt oft keine organische…
    www.swr.de

    Die neue App für Kriseninterventionsteams bei deren Einsätzen. Entwickelt wurde sie an der Katholischen Universität Eichstätt. In der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) betreuen unter anderem Kriseninterventionsteams (KIT) Menschen in Extremsituationen psychologisch. Die Ehrenamtlichen kümmern sich um Menschen vor Ort – quasi als Erste Hilfe für die Seele. Ein Psychologe der Katholischen Universität (KU) Eichstätt entwickelt deshalb eine App, die die Einsatzkräfte unterstützen soll: Dr. Robert Steinhauser der an der KU tätig und ehrenamtlich auch fachlicher Leiter des Eichstätter KIT ist konnte somit bei der App-Entwicklung auf seine eigenen Erfahrungen zurückgreifen.


    "HEiDi-PSNV". HEiDi ist konzipiert als modulares Unterstützungssystem für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Einsätzen: Ein digitaler Helfer für die (Einsatz-)Hosentasche mit Kurzanleitungen zu Einsatzszenarien und digitalen Werkzeugen wie Einsatzdokumentation, Checklisten und Materialverwaltung.


    Im Rahmen der öffentlichen Vorstellung veranstaltete die PSNV vom 02. bis 03. Dezember 2022 eine Kriseninterventionstagung zu verschiedenen Aspekten und Perspektiven von Krisenintervention und Notfallpsychologie. Herzlich eingeladen waren alle Fach- und Einsatzkräfte aus dem weiten Feld der Psychosozialen Notfallversorgung und den angrenzenden Berufsgruppen und Tätigkeitsbereichen.

    Nun soll sie kommen: die Legalisierung von Cannabis. Immer wieder kam die Debatte darüber auf, ob die Droge in Deutschland weiterhin verboten bleiben oder doch erlaubt werden sollte.


    Eine Legalisierung von Cannabis lag mit der ablehnenden Haltung der Vorgängerregierung stets in weiter Ferne. Weil die Ampelpartner allerdings dem Hanf aufgeschlossener gegenüberstehen, konnten sie sich auf eine Legalisierung einigen.


    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach legte nun einen Eckpunkte-Entwurf vor, der von vielen Seiten Kritik hervorrief. Die Meisten , die sich dazu äußern, unterstützen das Legalisierungsvorhaben – nur wenige sind dagegen.

    Teilnehmer gesucht - Belastungen von Einsatzkräften nach potenziell traumatisierenden Ereignissen.


    Das Psychotraumazentrum am Bundeswehrkrankenhaus Berlin hat nach dem Terroranschlag in Berlin damit begonnen, Einsatzkräfte nach besonders traumawertigen Ereignissen auf psychische Belastungen hinzu untersuchen. Ziel ist dabei, die Vor-und Nachsorgekonzepte nach Großschadensereignissen individuell anzupassen und den exponierten Einsatzkräften gezielt bedarfsgerechte Maßnahmen zur Hilfe und Behandlung anbieten zu können. Dies soll der Entstehung einer dienstunfallbedingten psychischen Störung vorbeugen.Wir möchten ein diagnostisches Verfahren entwickeln, um die psychischen Belastungen von Einsatzkräften umfassend zu erkennen und daraus geeignete Maßnahmen ableiten. Dadurch könnte Ihnen oder Ihren Kollegen zukünftig schneller mit individuellen Interventionen geholfen werden. Um sicherzustellen, dass es keine dienstlichen Überschneidungen gibt, liegt die Federführung dieses Projekts beim Psychotraumazentrum -Bundeswehrkrankenhaus Berlin.


    Ihre Daten werden dort pseudonymisiert ausgewertet - eine direkte Zuordnung zu Ihrer Person ist so nicht möglich. Wenn Sie es wünschen, können Sie eine persönliche Auswertung Ihres Fragebogens in schriftlicher Form erhalten. Ihre Vorgesetzten und ihre Organisation erhalten zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf ihre persönlichen Daten.

    Immer mehr Deutsche verlieren die Lust an der Arbeit. Mehr als die Hälfte würde gar nicht arbeiten, wenn es finanziell möglich wäre. Einer steigenden Zahl von Menschen in Deutschland vergeht nach einer neuen Umfrage die Lust am Arbeiten. Knapp die Hälfte der Arbeitnehmer (48 Prozent) würde demnach in Teilzeit wechseln, wenn ihr Arbeitgeber das erlaubte. Und 56 Prozent erklärten, dass sie schnellstmöglich die Arbeit an den Nagel hängen würden, wenn sie finanziell nicht auf den Job angewiesen wären. Das hat das Umfrageinstitut Yougov für eine alljährliche Berufestudie ermittelt, die der Versicherer HDI am Dienstag in Hannover veröffentlichte. Die Demoskopen befragten im Juni und Juli 3891 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 15 Jahren. Vor Beginn der Corona-Pandemie 2019 hatten nur 41 Prozent gesagt, dass sie bei ausreichenden Finanzen das Arbeiten am liebsten einstellen würden. Mehr als drei Viertel sagten, dass sie die Einführung der Vier-Tage-Woche in ihrer jeweiligen Firma begrüßen würden, eine große Mehrheit allerdings nur bei vollem Lohnausgleich.


    Vor allem junge Arbeitnehmer

    Die Bindung an die Arbeit nimmt demnach vor allem bei jungen Arbeitnehmern ab: So sagten 58 Prozent der unter 25-Jährigen, dass sie sich ein Leben ohne Beruf nicht vorstellen könnten – 2020 waren es noch 69 Prozent gewesen. Sowohl der Auftraggeber HDI als auch die Bundesagentur für Arbeit sehen die Umfrage als Beleg für den raschen Wandel der Arbeitswelt: "Es verwundert nicht, dass die Anforderung von Unternehmen wie auch die Erwartungen er Beschäftigten an ihr Arbeits- und Alltagsleben sich rasant verändern", sagte Torsten Withake, Chef der nordrhein-westfälischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Die Erwartungen der Arbeitnehmer stehen dabei im Gegensatz zu den Anforderungen des Arbeitsmarkts. Nach Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gab es im zweiten Quartal dieses Jahres 1,9 Millionen offene Stellen, so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebungen. Angespannt ist die Personalsituation demnach in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, aber auch Handwerk und IT-Branche melden viele offene Stellen.

    Wie bringe ich mein weinendes Baby zum Einschlafen? Diese Frage dürfte eine der meistdiskutierten unter jungen Eltern sein.


    Nur 13 Minuten Gehen und Warten braucht es dafür.

    Hirnforscherin Kumi Kuroda präzisiert das Studien-Ergebnis für menschliche Säuglinge: Eltern sollten ihr weinendes Kind etwa fünf Minuten eng an den eigenen Körper geschmiegt in gleichmäßigem Tempo herumtragen, möglichst ohne abrupte Bewegungen, berichtet das Team im angesehenen Fachjournal "Current Biology". Sobald es eingeschlafen ist, sollen sie sich demnach noch etwa acht Minuten mit ihm hinsetzen und es erst danach zum Schlafen hinlegen. "Viele Eltern leiden unter dem nächtlichen Weinen ihrer Babys", sagt die Erstautorin Kumi Kuroda vom Riken Center for Brain Science (CBS) in Wako." Das ist ein großes Problem, vor allem für unerfahrene Eltern, das zu elterlichem Stress und in einigen wenigen Fällen sogar zur Misshandlung von Säuglingen führen kann."


    So wurden die Tests durchgeführt

    Das 13-Minuten-Konzept erarbeiteten die Wissenschaftler:innen um Kuroda in Testläufen mit 21 Säuglingen unter vier Bedingungen: Die Kinder wurden im Gehen oder Sitzen gehalten sowie in ein unbewegtes oder ein schaukelndes Bettchen – etwa einen hin und her bewegten Kinderwagen – gelegt. Die Reaktionen wurden aufgezeichnet, zudem wurde über EKG der Herzschlag der Babys erfasst. Schreiende Säuglinge beruhigten sich innerhalb von etwa 30 Sekunden und ihre Herzfrequenz verlangsamte sich, wenn die Mutter beim Tragen ging. Alle Babys hörten auf zu weinen, fast die Hälfte von ihnen schlief ein. Versuchten die Mütter dann direkt, ihre schlafenden Babys ins Bett zu legen, wurde allerdings mehr als ein Drittel der Kinder innerhalb von 20 Sekunden wieder wach. Schliefen sie zunächst einige Minuten, bevor sie hingelegt wurden, war die Wahrscheinlichkeit merklich geringer, dass sie aufwachten. Ähnlicher Effekt bei schaukelnden Bettchen und Kinderwage. Einen ähnlich guten Beruhigungseffekt gab es mit dem schaukelnden Bettchen oder Kinderwagen. Weitaus weniger effektiv war es, wenn die Mutter das Baby im Sitzen hielt oder es in ein unbewegtes Bettchen legte. Die Herzfrequenz der Babys stieg dann sogar. Das war ebenfalls der Fall, wenn die Mütter sich beim Gehen mit ihrem Baby abrupt umdrehten oder stehenblieben.


    Eine weitere Erkenntnis des Teams: Minutenlanges Gehen wirkt nur bei schreienden Babys als Einschlafhilfe. "Überraschenderweise fehlte dieser Effekt, wenn Babys vorher schon ruhig waren", sagte Kuroda. Obwohl an dem Experiment nur Mütter beteiligt waren, gehen die Forschenden davon aus, dass die Wirkung bei allen Betreuungspersonen ähnlich sein dürfte.


    Gehen als Beruhigungseffekt

    Auch eine Erklärung für den beruhigenden Effekt des Gehens haben sie parat: die sogenannte Transportreaktion. Dieser angeborene Effekt sei bei vielen jungen Säugetieren zu beobachten, die noch nicht in der Lage seien, für sich selbst zu sorgen – Mäusen und Affen zum Beispiel. Die Jungtiere beruhigen sich und ihre Herzfrequenz sinkt, wenn sie aufgehoben und herumgetragen werden. Die Ergebnisse ihrer kleinen Versuchsreihe müssten noch in spezifischeren Experimenten mit größeren Stichproben bestätigt werden, betonen die Wissenschaftler:innen auch. Sie wollen ihre Erkenntnisse jedenfalls für eine Geschäftsidee nutzen: ein tragbares Gerät für Babys, mit dem Eltern Daten wie die Herzfrequenz ihres Kindes in Echtzeit auf ihren Smartphones sehen können. Quelle: dpa

    Wer einen geliebten Menschen verloren hat oder von jemandem verlassen wird, kennt die Schmerzen eines "gebrochenen Herzens". Das sogenannte "Broken-Heart-Syndrom" ist tatsächlich ein medizinisches Phänomen, das bei starker emotionaler Belastung wie Trauer, Kummer und Stress auftreten kann.


    Das "Syndrom des gebrochenen Herzens", in medizinischen Kreisen auch "Takotsubo-Syndrom oder Stress-Kardiomyopathie" genannt, ist eine noch nicht vollständig erforschte Krankheit.Zunächst deutet alles auf einen Herzinfarkt hin: Menschen haben typische Symptome wie Engegefühl und Schmerzen in der Brust oder Atemnot. Selbst das Blutbild zeigt ein erhöhtes Aufkommen von bestimmten Enzymen – ein klassischer Hinweis auf einen Infarkt.


    Ausgelöst werden die Schmerzen durch starken emotionalen Stress. Zumeist werden emotionale oder körperliche Ausnahmesituationen als Ursache vermutet. Das kann der Tod eines Angehörigen sein, aber auch Liebeskummer oder körperliche Belastungen wie eine Operation. Wie dieses Syndrom genau entsteht und welche Mechanismen dafür verantwortlich sind, ist noch nicht vollständig geklärt. Besonders häufig betroffen sind Frauen nach der Menopause, nur zehn Prozent der Patienten sind Männer. Ob dies am veränderten Hormonhaushalt liegt, ist derzeit noch Gegenstand der Forschung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen sind starke emotionale Ereignisse den Beschwerden vorausgegangen. Das kann die Trennung einer Beziehung oder der Tod eines geliebten Menschen sein; bei einem kleinen Teil der Betroffenen sind Auslöser auch besonders positive Emotionen. Man spricht dann vom "Happy Heart Syndrom".


    Besonders in der Frühphase des "Broken-Heart-Syndroms" ist die Gefahr von lebensbedrohlichen Komplikationen hoch. Daher ist eine Monitorüberwachung auf der Intensivstation angezeigt, um einen drohenden Schock oder schwerwiegende Herzrhythmusstörungen frühzeitig zu erkennen. Je nach dem auslösenden Ereignis kann auch eine psychologische Betreuung notwendig sein. Ist die Akutphase erstmal überstanden, ist die Prognose günstig: In der Regel bilden sich die Veränderungen am Herzmuskel innerhalb von wenigen Wochen vollständig zurück.


    Eine durch objektive Daten abgesicherte Therapie der Stress-Kardiomyopathie gibt es bisher nicht. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen sind jedoch zu neuen Erkenntnissen über die Erkrankung gelangt, die auch für die Behandlung relevant sein könnten. Demnach weisen Herzzellen von "Broken-Heart-Syndrom"-Patienten eine erhöhte Signalweiterleitung und eine gesteigerte Empfindlichkeit auf Stresshormone, sogenannte Katecholamine, auf. Diese zwei Mechanismen wurden von den Forschern als typisch für das "Broken-Heart-Syndrom" identifiziert. Auf Basis dieser Erkenntnisse soll nun die Wirkweise von verschiedenen Medikamenten auf die erkrankten Herzzellen weiter erforscht werden.

    Blutgruppe als "Superspreader"

    Dass die Blutgruppe bei Corona eine bestimmte Rolle spielt, ist schon länger bekannt. Menschen mit einer bestimmten Blutgruppe stecken sich demnach seltener an, geben das Virus jedoch am häufigsten weiter. Hier lest ihr alles Wichtige über die neue Studie. ABO-Blutgruppen scheinen mit dem Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion in Verbindung zu stehen, aber die zugrunde liegenden Mechanismen und ihre tatsächliche Bedeutung sind nach wie vor unklar. Forscher und Forscherinnen haben nun herausgefunden, dass sich Menschen mit einer bestimmten Blutgruppe am seltensten mit dem Virus anstecken, es jedoch am häufigsten weitergeben.


    Blutgruppe und Corona?

    Nach einer ersten Studie in Wuhan und Shenzhen in China, die zu Beginn der Coronavirus-Pandemie 2019 durchgeführt wurde, berichteten weitere Studien über Zusammenhänge zwischen ABO-Blutgruppen und COVID-19. Hier bestand ein geringeres Infektionsrisiko für Menschen mit der Blutgruppe 0 als für Menschen mit anderen Blutgruppen. Insbesondere die Blutgruppe A war mit einem höheren Risiko verbunden.


    Ablauf der Studie

    Die Studie, die im Fachjournal "Frontiers in Microbiology" veröffentlicht wurde, wurden insgesamt 330 Paare in einem Zeitraum von Januar 2020 bis Mai 2021 beobachtet. Die Mitarbeiter des Krankenhauses wurden gebeten, einen anonymen Fragebogen auszufüllen, der über den wöchentlichen COVID-19-Informationsbrief des Krankenhauses versandt wurde. Die Studie wurde zwischen April und Juli 2021 durchgeführt.

    Die Einschlusskriterien waren:

    • Positiver PCR-Test bei mindestens einer der Personen des Paares, wenn beide Partner erkrankt waren.
    • Eindeutige Identifizierung der ersten infizierten Person, wenn beide Partner erkrankt waren.
    • Auftreten der Symptome beim zweiten Partner innerhalb von 8 Tagen nach Auftreten der Symptome beim ersten Partner.
    • Die ABO-Blutgruppen der beiden Partner mussten bekannt sein.

    Die Ausschlusskriterien waren:

    • Die beiden Partner teilen nicht das gleiche Schlafzimmer.
    • Auftreten der Symptome beim zweiten Partner mehr als 8 Tage nach dem Auftreten der Symptome beim ersten Partner.

    Studie bestätigt: Blutgruppe 0 mit geringstem Risiko

    Bezogen auf die einzelnen Blutgruppen bestätigten die Studienergebnisse bisherige, mehrfach gewonnene Erkenntnisse. Ein Mensch mit der Blutgruppe 0 hat das geringste Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus. Das liegt daran, dass die Blutgruppe 0 beim Empfänger nur mit der eigenen kompatibel ist. Wenn ein Mensch aber infiziert sei, könne er das Virus besonders leicht an Menschen verschiedener Blutgruppen weitergeben.


    STUDIE ZU BLUTGRUPPEN