Beiträge von H.Wittmann

    Im gemeinnützigen Verein PSU-Akut haben sich 2013 engagierte Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen aus dem bayerischen Gesundheits- und Rettungswesen zusammengeschlossen, um Kolleg*innen psychosoziale Unterstützung bei schwerwiegenden bzw. psychisch traumatisierenden Ereignissen im Arbeitsalltag anzubieten. So genannte Kollegiale Unterstützer*innen (Peers) arbeiten im Bereich der Prävention und bieten im Ereignisfall Gespräche zur Stabilisierung und Entlastung an. Darüber hinaus vermitteln sie betroffene Kolleg*innen bei Bedarf an geeignete Fach- und Beratungsstellen.

    Coronavirus in Frankreich

    Das Elsass gilt als Corona-Epizentrum Frankreichs, die Lage ist dramatisch. Jetzt wird bekannt, dass sehr betagte Covid-19-Kranke nun wohl nicht länger beatmet werden. Katastrophenmediziner berichten angesichts der Corona über dramatische Zustände im Elsass. Demnach arbeiten Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg auch dann weiter mit Corona-Patienten, wenn sie selbst infiziert sind. Zudem würden über 80-jährige Patienten nicht mehr beatmet. Seit dem Wochenende würden Patienten, die älter sind als 80 Jahre, an der Straßburger Klinik nicht mehr beatmet. So werde auch verfahren mit Patienten in Pflegeheimen in dem Alter, die beatmet werden müssten. Sie sollen durch den Rettungsdienst eine "schnelle Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln" erhalten. Die Ethikkommission gebe diese Vorgehensweise vor. Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen schreibern das in einem Bericht an die baden-württembergische Landesregierung, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.


    Bitte unbedingt beachten: Ab nächster Woche wird die Antragstellung online möglich sein. Das Onlineverfahren ermöglicht dann auch eine kürzere Bearbeitungsdauer. Um eine deutlich schnellere Abwicklung zu gewährleisten, nutzen sie dann bitte das Online-Formular.


    Antragsberechtigte

    Anträge können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben. Sollte es sich um ein verbundenes Unternehmen handeln, ist hinsichtlich des Liquiditätsengpasses auf das Gesamtunternehmen abzustellen. Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen.

    Das heißt, nicht anzurechnen sind z. B. langfristige Alters¬versorgung (Aktien, Immobilien, Lebensversicherungen, etc.) oder Mittel, die für den Lebensunterhalt benötigt werden. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass der Antragssteller an Eides statt versichert, alle Angaben im Antragsformular nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsgetreu gemacht hat.


    Höhe der Soforthilfe

    Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

    • bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro
    • bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro
    • bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro
    • bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro

    Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente:

    • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
    • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
    • Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1
    • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

    Gratiszugang iFightDepression der Deutschen Depressionshilfe . Die Depressionhilfe stellt ihr Online-Programm iFightDepression zur Struktu­rierung des Alltags nun aufgrund der Corona-Krise Betroffenen für sechs Wochen ohne Einschränkungen zur Verfügung. Normalerweise setze das Programm eine Begleitung durch einen Arzt oder psychologischen Psychotherapeuten voraus. Da viele Patienten durch das Corona-Virus zuhause bleiben müssten und Hausärzte und Psychotherapeuten an ihre Belastungsgrenzen stießen, sei das Programm nun auch ohne Begleitung zugänglich.


    https://www.aerzteblatt.de/…/Stiftung-Deutsche-Depressionsh…

    Die Einschnitte in das Alltagsleben aufgrund des Coronavirus betreffen inzwischen auch die kirchlichen Bestattungen.


    "Trauergottesdienst entfällt und die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt."

    "Aufgrund der momentanen Situation findet der Trauergottesdienst zu einem späteren Zeitpunktstatt."


    Diese und ähnliche Hinweise in den Sterbeanzeigen begleiten uns schon seit einigen Tagen. Die Corona-Krise macht auch vor dem Tod nicht halt. Wer in diesen Tagen einen lieben Menschen verliert, hat es besonders schwer mit der Trauer. Weder auf den Friedhöfen noch in anderen Räumlichkeiten können Trauerfeiern abgehalten werden. Dabei ist gerade nach dem Verlust eines lieben Menschen die Trauerfeier, das persönliche letzte Fest in der Gemeinschaft. Selbst Bestattungsunternehmen empfehlen inzwischen Schutzmaßnahmen um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Unter anderem erklären viele Kirchen den Verzicht auf Weihwasser am Sarg, von Einwurferde, der Benutzung eines Mikrofons. Empfohlen wird ausserdem eine Anwesenheitsliste zur Nachvollziehbarkeit möglicher Infektionsketten. Keine weinenden Trauergäste, keine tröstenden Umarmungen, keine Reden zu Ehren an einen geliebten Menschen.


    Fast ohnmächtig fühlen sich die Menschen in der emotionalen Ausnahmesituation nach dem Verlust eines nahen Angehörigen. Um wieviel mehr trifft diese Ohnmacht Menschen, die in diesen Tagen ständig neuen, auf unbestimmte Zeit erlassenen Regeln ausgesetzt sind? Wenn plötzlich die eigenen Ressourcen versiegen weil tröstende Umarmungen von mitfühlenden, vielleicht zuvor gar nicht so nahestehenden Menschen fehlen und aus Gründen der Vernunft auch unterlassen werden sollen. Das Angebot, sich von den Verstorbenen am offenen Sarg zu verabschieden ist wichtig und oftmals ein Dreh- und Angelpunkt der Trauer. Nur für die engsten Angehörigen wird es dieses Abschied nehmen auf zunächst unbestimmte Zeit noch geben. Bei der Beisetzung der Urne oder des Sargs am Friedhof dürfen ebenfalls nur die engsten Angehörigen anwesend sein. Doch zumindest dieser kleine Kreis kann die Beisetzung persönlich gestalten.


    Es gibt aber auch kirchliche Stimmen, die sich in ihrem seelsorglichen Auftrag nicht beschränken lassen wollen und sich dabei auf die Religionsfreiheit berufen. Hans Michael Heinig, Professor für Öffentliches Recht in Göttingen und Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hält diesen Einwand für abwegig. "Es handelt sich ja nicht um ein dauerhaftes Verbot, sondern um temporäre Maßnahmen, die einem gesundheitspolitisch nachvollziehbaren Plan folgen, um möglichst viele Menschenleben zu retten."


    Der Appell richtet sich deshalb an alle Betroffenen, für diese Maßnahmen auch Verständnis zu zeigen. Besprechen sie mit ihrem Bestatter was vor Ort noch machbar ist. Bei einer Feuerbestattung kann z.B. die Urnentrauerfeier zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Das Gießen der Gräber ist bis zum heutigen Tag unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen ohne Einschränkung möglich. Wie es im Falle einer Ausgangsbeschränkung aussieht ist noch unklar, wird jedoch sicherlich in den Medien kommuniziert werden.

    Ab dem 19.03.2020 stockt die Telekom aufgrund der Corona Krise das mobile LTE-Datenvolumen aller Kunden monatlich um 10 GB auf. Ab sofort erhält jeder Mobilfunkkunde der Deutschen Telekom bis auf Weiteres zusätzlich 10 Gigabyte Datenvolumen geschenkt. Privatkunden mit einem Prepaid- oder Postpaid Vertrag können das zusätzliche Datenvolumen über die MeinMagenta App buchen, für Geschäftskunden ist dies über pass.telekom.de im Browser möglich.


    Ab dem 24. März gibt es zusätzlich den neuen Streamingdienst Disney+ bei uns für 6 Monate geschenkt, um auch in ernsten Zeiten ein wenig Ablenkung zu haben.


    Zu den Angeboten...

    Assistierter Suizid als Option? Dazu gibt es seit heute eine Grundsatzentscheidung. Das Bundesverfassungsgericht hat sein Urteil zur Sterbehilfe verkündet – präzise ausgedrückt: zur "geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung". Die war Ende 2015 nach langen Debatten im Bundestag unter Strafe gestellt worden. "Geschäftsmäßig" meint hier nicht "kommerziell", sondern eine "auf Wiederholung angelegte Handlung“.


    Vereinen, Organisationen und Ärzten drohten bislang Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen, wenn ihre Suizidhilfe auf Wiederholung angelegt ist. Bedeutet somit das Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Leben auch das Recht auf eine autonome Entscheidung über das Sterben? Das heutige Urteil besagt , dass sich der Staat nicht in das Recht auf selbstbestimmtes Sterben einmischen darf. Und das beinhalte auch die Freiheit, sich das Leben zu nehmen und dabei Angebote von Dritten in Anspruch zu nehmen, so das Karlsruher Gericht. Es geht somit um die letzte Freiheit, die ein Mensch vor seinem Tod hat. Der 2015 beschlossene und seitdem heftig umstrittene Strafrechtsparagraf 217 ist also nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.


    Kritik kommt von der Deutschen Palliativ-Stiftung: Die Erleichterung der Selbsttötung für Kranke und Lebensmüde werde damit "zur normalen Dienstleistung". Auch die Kirchen kritisieren die Entscheidung als "Einschnitt in unsere auf Bejahung und Förderung des Lebens ausgerichtete Kultur". Wichtiger sei stattdessen eine "deutliche Verbesserung der palliativen und hospizlichen Versorgung."


    Die Kehrseite der Medaille: Missbrauch ist nie auszuschließen. Fragen bleiben: Wie lässt sich verhindern, dass unentschlossene Sterbewillige von professionellen Sterbehelfern zusätzlich zu einem Suizid motiviert werden? Welche Rolle darf der Profit beim assistierten Freitod spielen? Wie soll mit Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen umgegangen werden? Und wie lässt sich sicherstellen, dass Lebensmüde zuerst professionelle Lebenshilfe erhalten, bevor die Suizid-Option in den Vordergrund rückt?


    Am Ende sollte und muss aber jedes Argument gegen die Suizidhilfe auch Artikel 1 unseres Grundgesetzes standhalten. Und das bedeutet: Wenn die Würde des Menschen unantastbar ist, darf auch einem Sterbenden nicht die Würde genommen werden.

    Ohne Groll schläft es sich auch besser. Bei einer Studie von Loren Toussaint (Luther College) mit mehr als 1400 Prbanden im Durchschnittsalter von 44 Jahren gaben diese an, dass Verzeihen gegenüber seinen Mitmenschen für ruhige Nächte sorgt. Jene, die nachsichtiger mit sich selbst und mit anderen umgehen, bekommen nicht nur mehr Schlaf, sondern auch besseren Schlaf. anderen und sich selbst zu vergebne hilft, jene Gefühle abzubauen, die uns nachts wachhalten. Darunter fallen Wut, Groll und Reue. Die Gedanken kreisen dann nicht mehr um ein und dasselbst Thema, sonder finden Nachtruhe.


    Wenn das immer so einfach wäre ||!

    Wer kennt das nicht? Viele Menschen machen sich ständig über alltägliche oder schwerwiegende Probleme Gedanken und kommen überhaupt nicht zur Ruhe. Das ist oft kein Zeichen einer psychischen Erkrankung und doch belastend. Nicht selten sogar im Urlaub. Man liegt am Traumstrand um sich zu entspannen, doch schon nach wenigen Tagen fängt man an, sich in Grübeleien zu verstricken. "Was war? Was wird sein?" Das Kreisen um Vergangenheit und Zukunft kann uns sogar den lang ersehnten Urlaub verderben. Dass Grübeln weit verbreitet ist und nicht guttut zeigt z.B. die Studie der inzwischen verstorbenene Yale-Professorin Susan Nolen-Hoeksema. Dabei wurden Fragen eingesetzt die Menschen ins Grübeln bringen: "Denken Sie an Ihren Charakter und wie Sie gern sein möchten". Tatsächlich wurde auf diese Weise eine Gruppe von gesunden, jungen Studierenden innerhalb von acht Minuten dazu gebracht, ihre Zukunft düster und pessimistisch zu sehen. Offenbar genügt ein einziger grüblerischer, kritischer Gedanke um viele weitere zu wecken, die dann überhandnehmen. Der sog. "Hefeteig-Effekt des Grübelns".


    Die Beruhigung von Gedanken oder Sorgen und Befürchtungen vorbeiziehen zu lassen und nicht weiter zu beachten, gelingt meinst nicht ohne weitere Hilfsmittel. Techniken aus der Achtsamkeitsmeditation, zum Beispiel auch die Funktionelle Entspannung nach Marianne Fuchs tragen dazu bei, dass man den eigenen Gefühlen nicht mehr hilflos ausgeliefert ist. Grundsätzlich reicht es nicht aus, nur ein paar Übungen in den Alltag einzubauchen. Wichtg ist es vielmehr, sich beständig mehr Moment und Zeiten ohne Termine zu gönnen. Besonders Menschen, die ihr eigenes Handeln ständig hinterfragen und Sorge haben etwas falsch gemacht zu haben produzieren bei sich Stress und Hektik. Das gilt auch wenn man anderen Menschen immer gefallen will und ständig die Umgebung abscannt ob man etwas Blödes gesagt oder sich blamiert hat. Das schafft einen Nährboden für Gedanken in Endlosschleife. Dazu beschleichen uns zusätzlich Beruhigungs- oder Trostgedanken, die oft mit dem Grübeln einher gehen. "Bin ich häßlich?", "Warum geht es mir so schlecht?" werden typischerweise immer von Beruhigungsgedanken "Andere sehen noch häßlicher aus", "Dem geht es noch wesentlich schlechter als mir, also ist alles gut", begleitet. Solche Gedankenmuster auszuhalten und zu durchbrechen hinterlässt vermutlich ersteinmal Angst bei den Betroffenen, wird aber nach dem überstehen einer Durststrecke durchaus als entlastend empfunden.


    Als Partner eines "Grübelkandidaten" übernimmt man ja auch immer wieder den Beruhigungspart. Antworten wie "Du musst dir keine Sorgen machen", "Alles wird gut" können aber auch das Sorgensystem aufrechterhalten. Wichtig wäre hier nicht in das Pingpongspiel aus Sorge und Beschwichtigung mit einzusteigen. Sollte der Leidensdruck so hoch werden, dass der Alltag nicht mehr lebenswert ist, könnte das eventuell ein Alarmzeichen für eine medizinische Indikaton sein.


    Mit welchen Techniken und Übungen begegnet ihr dem Kopfkino?

    Ich möchte hier das Ergebnis einer Studie vorstellen in der Partner über das Körpergewicht des anderen befragt wurden: Hält der Mann seine Frau für übergewichtig, steigt laut der Studie die Unzufriedenheit beider mit der Beziehung an. Findet eine Frau ihren Partner zu füllig, wirkt sich das dagegen nicht auf die Beziehung aus. Forscher hatten 197 Paare zu zwei Zeitpunkten nach der Auswirkung des Gewichts auf die Partnerschaft befragt. Quelle: DOI: 10.1177/0265407519880961


    Wie sind eure Erfahrungen auf Liebe und Beziehungen? Machen Beziehungen dick und warum?