Burnout - Welche Entspannungstechniken helfen?

  • Hallo,


    ich bin aktuell auf Grund meiner derzeitigen psychischen Verfassung (alleinerziehend, pflegebedürftige Mutter, 75 % Vollzeitarbeitskraft etc) wegen Burnout krankgeschrieben. Obwohl ich nun schon ca 3 Wochen Zuhause bin und wirklich versuche mich etwas zurück zu nehmen, geht es mir nicht wesentlich besser. Allerdings muss ich hier auch sagen, dass es Umstände in meinem Leben gibt, die einfach nicht zur Seite schieben lassen. Ich muss dennoch für meine Kinder da sein und auch meine Mutter muss versorgt werden. Naja... Weil ich auf der Seite https://www.das-burnout-syndrom.de/ gelesen habe, dass es machmal auch helfen kann, wenn man sich Entspannungstechniken aneignet, wollte ich mich diesbezüglich hier ein mal umhören. Was könntet ihr denn empfehlen, was mich eventuell etwas herunter kommen lässt, und zur Entspannung beiträgt?


    LG

  • Ich finde es toll, dass Sie in Ihrem sehr belastenden Lebensabschnitt versuchen gut für sich selbst zu sorgen. Dazu gehört selbst mit seinem Körper wieder in Kontakt zu kommen und dessen Bedürfnisse abzufragen. Dies kann ganz banale Dinge wie Halt und Spürqualität beinhalten. Sie werden sich wahrscheinlich fragen wie das funktionieren soll und gleichzeitig erstaunt sein wie einfach es ist, wenn man sich darauf einlassen kann. Falls man bereits zu ist, entstehen im Laufe der Zeit langfristige Veränderungen im Selbstverständnis und Umgang mit sich selbst. Dies erfordert aber oftmals auch viel Geduld und gute Begleitung. Je nach Grad der Belastung reicht es manchmal aber auch aus gute Freunde zu haben oder mit entsprechenden Fachberatern zu arbeiten. Zu wissen, dass man wahr genommen wird und das Gegenüber die geschilderten Probleme aus einer begleitenden Perspektive ohne Bewertung betrachtet, eröffnet für nicht selten neue Möglichkeiten zur Veränderung. Selbsthilfegruppen können ebenfalls eine wertvolle Arbeit leisten. Aus Erfahrung sind drei Wochen Krankschreibung erst einmal wenig. Vielleicht wäre es hilfreich wenn Sie eine Kur in Erwägung ziehen und dies mit Ihrem Hausarzt abzusprechen? Oft ergibt sich aus so einem Gepräch auch eine Lösung was die temporäre Versorgung der Kinder bzw. der pflegebedürftigen Mutter betrifft.


    Ein Angebot zur eigenen Entspannung in welcher Form auch immer kann immer nur begleitend wirken und beinhaltet eine Vielzahl von weiteren Maßnahmen. Ich denke es ist unerlässlich Ihre derzeitige Lage individuell zu betrachten um der Situation entsprechend, Angebote und Hilfen anzubieten und/oder beratend tätig zu werden. Das Internet bietet dazu Ansätze, kann aber niemals ein persönliches Gespräch mit Fachleuten ersetzen.

    "Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Störungen, sondern die Fähigkeit, mit ihnen umzugehen." (Marianne Fuchs)

  • Hallo Laverne,

    meine Partnerin hat versucht ihren Burnout durch Eigentherapie selbst zu behandeln und liegt nun seit vier Wochen in der intesivsten Pflege im Krankenhaus und ist immer noch so geschwächt das sie nicht telefonieren oder sms schreiben kann. Ende offen.

    Aus meiner Sicht und was ich diversen Foren entnehmen konnte ist fachliche Hilfe unbedingt geboten!

    Deine pflegebedürftige Mutter muß ebenfalls von Fachpersonal betreut werden, wenn sie noch lange etwas von dir haben will denn du mußt ja auch noch für deine Kinder da sein.

    Selbst wenn du von heute auf morgen alles abschütteln könntest: Es wäre nicht einfach damit getan sich in eine stille Ecke zu setzen, Musik zu hören, und ein Buch zu lesen. Aber dies wäre dann eine Hilfe. Aber nur eine Hilfe!

    Bitte wende dich an Fachleute, wenn du es nicht schon getan hast,

    alles liebe

    Ferdi

    Auf dem Wasser hat Zeit eine andere Dimension

  • Hallo, bin neu hier, deswegen stelle ich mich mal kurz vor: Ferdi, frischgebackener aktiver Rentner, meine Partnerin ist 13 Jahre jünger und extrem eingespannt im Beruf mit 16 Stunden Arbeit täglich, teilweise 7 Tage die Woche. Seit 4 Wochen ist sie "platt" und in ärztlicher Behandlung. Für mich ist dieses Thema Burnout neu und ich erhoffe mir aus diesem Forum Hilfe wie ich meiner Partnerin am Besten zur Seite stehen kann.


    Desweiteren interessiert mich wie nach einer Therapie ein Rückfall vermieden werden kann, und wie sich überhaupt ein BO. vermeiden bzw. vorbeugen lässt.

    Das hört sich ja dramatisch an? So extrem über die eigenen Grenzen, psychisch und phyisch, zu gehen hatte sicherlich einen trifftigen Grund. Gibt es denn eine ärztliche Diagnose wenn die Partnerin auf der Intensivstation (falls ich das richtig gelesen haben?) liegt? Das Wichtigste ist, dass sich Deine Partnerin körperlich erholt und wieder zu Kräften kommt.

    "Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Störungen, sondern die Fähigkeit, mit ihnen umzugehen." (Marianne Fuchs)