Die eigene Balance finden

Funktionelle Entspannung-Anwendung Praxis


Resilienz durch Achtsamkeit

Für viele Menschen ist der Begriff "Achtsamkeit" ein Fremdwort. Doch nur wer selbst für sich sorgt und stabil ist, kann auch anderen eine Stütze sein. Nur wer Freude in sich trägt, kann Freude schenken. Mit einem Menschen, der Stabilität ausstrahlt ist man gerne zusammen. Er inspiriert und berührt. Und ein sich selbst liebender Mensch ist ein wunderbarer Trostspender. Wenn wir uns selbst allerdings nicht lieben, und wenn wir uns so sehr in den anderen hineinfühlen, dass wir selbst den Halt verlieren und den Boden unter den Füßen nicht mehr spüren können, dann brennen wir innerlich aus anstatt tröstende Wärme zu spenden. Dann leiden wir mit anstatt mitzufühlen bis am Ende nichts mehr von uns übrig bleibt. Wir fühlen uns ausgebrannt und steuern im im wahrsten Sinne des Wortes einem Burn-Out entgegen. Nur wenn wir uns daran erinnern, wer wir sind, und nur wenn wir beginnen, liebevoll für uns selbst zu sorgen, können wir auch für andere stark sein. Die Funktionelle Entspannung ist deshalb eine effektive und wundervolle Methode für Resilienz in allen Lebensbereichen.


Therapie und Gesundheitsförderung

Um Autonomie-Impulse zu unterstützen und wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu vermitteln unterbreitet die Funktionelle Entspannung Angebote in den Bereichen Therapie, Prävention, Beratung und Krisenhilfe. Langjährige klinische Erfahrungen und wissenschaftliche Studien bestätigen die Wirksamkeit der Methode im Hinblick auf

  • Entspannung
  • emotionale Entlastung
  • Abbau von körperlichen Spannungen
  • Steigerung der Konzentration.

Neben der Progressiven Muskelentspannung (PMR) und dem Autogenen Training (AT) stellt die Funktionelle Entspannung (FE) somit den dritten, mittlerweile auch wissenschaftlich überprüften Weg dar, sich zu entspannen bzw. zu einem adäquaten (gesunden) Grundtonus zu finden.


Subjektive Anatomie

"Subjektive Anatomie bedeutet zunächst die spontane oder methodisch angeleitete Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Teile als erlebtes, dynamisches und sich entwickelndes System". (Uexküll et al., 1994: 222). Funktionelle Entspannung arbeitet ganzheitlich mit subjektiver Anatomie, d.h. mit dem Körper und seinen Funktionen, wie sie erlebt werden. Die Themen

  • Halt: Grundlage ist der Bezug zum Boden bzw. zur Unterlage. Darauf bezugnehmend lernst Du Dich spüren, loszulassen und der Schwerkraft zu folgen. Hierbei machst Du die ersten Erfahrungen mit Spannung und Entspannung.
  • Rhythmus: Eine kleine Bewegung unter Anleitung während des Ausatmens, wirkt über Rezeptoren an den Gelenken direkt anregend auf das Zwerchfell. Es wird schwingungsfähiger, was die Bauchatmung begünstigt.
  • Raum: Erspüre die sichtbaren und unsichtbaren Räume Deines Körpers.
  • Grenze: Die Haut als Grenze und Abgrenzung empfinden.

lösen einen Entspannungseffekt und schaffen die Voraussetzung für einen Dialog mit Dir bzw. deinem Körper. Eine Entwicklung dieses Spürsinns bedeutet Reaktionen "am eigenen Leib" zu erfahren. Zusammen mit einer erfahrenen FE-Fachkraft lernst du umzuschalten vom Denken auf das Spüren körperlicher Empfindungen und Gefühle.