Kiefergelenk und chronische Beschwerden - CMD

Funktionelle Entspannung

Chronische Kopfschmerzen, Migaräne, Nackenverspannungen, Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit, Panikattacken, Stress, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Taubheitsgefühl in den Armen und Fingern - die Liste der Beschwerden ist lang. Eines der kleinsten Gelenke des Körpers kann die größten Probleme machen und bleibt dabei häufig lange unerkannt.


Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD, heißt für viele die Diagnose, die endlich zur richtigen Therapie führt. "Cranio" stammt aus dem Lateinischen und steht für Kopf, "mandibulär" leitet sich von "Mandibula" (Unterkiefer) ab. Somit ist eine Fehlfunktion zwischen dem Schädel und dem Unterkiefer gemeint: Ober- und Unterkiefer treffen beim Kauen nicht optimal aufeinander, bei jedem Zubeißen und Schlucken wird der Unterkeifer in eine Fehlposition gedrängt. Die umliegende Muskulatur, das Bindegewebe und Teile der Kiefergelenke werden dabei überbeansprucht und stark belastet. Dadurch kann es zu Störungen und Schmerzen kommen, die so weit von der Ursache entfernt liegen, dass ihre Herkunft nicht offensichtlich ist - die Regionen können sämtliche Regionen des Körpers betreffen.


Drei typische Checkpunkte einer CMD:

  • Lässt sich der Mund weniger als drei Fingerbreit weit öffnen?
  • Schmerzt es, wenn man auf das Kiefergelenk drückt? Sind die Muskeln angespannt?
  • Knackt und knirscht es im Kiefergelenk?

Eine schiefe Bisslage kan schuld sein, Stress und Verspannungen, ein Schleudertrauma, die Folgen einer OP oder eine Fehlhaltung des Körpers. Die Behandlung besteht meist in der Behandlung einer individuell angepassten Zahnschiene und Physiotherapie. Wichtig ist es, Beschwerden frühzeitig anzugehen, bevor sich etwa ein sogenanntes Schmerzgedächtnis bilden kann. Quellen: CMD-Dachverband, Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund und Kieferheilkunde