Leben nach dem Tod?

Wenn die Atmung aussetzt, keine Gehirnaktivität nachgewiesen werden kann und das Herz aufgehört hat, zu schlagen wird in der Regel ein Mensch für tot erklärt. Es soll allerdings Fälle geben in denen Patienten minutenlang als tot galten und dann wieder zu sich gekommen sind. Einige dieser Betroffenen, wollen sich an ganze Gespräche erinnern können, die stattfanden, während sie offiziell nicht mehr unter den Lebenden weilten.


Mit diesem Phänomen hat sich kürzlich eine Gruppe von Wissenschaftlern der New York University School of Medicine beschäftigt. Die Studie des Forschungsteams trägt den Namen "Life after death" - "Leben nach dem Tod". Die Wissenschaftler haben diverse Berichte von Menschen mit Nahtoderfahrungen mit Aussagen der anwesenden Ärzte abgeglichen. Dabei kamen die Forscher zu dem Schluss, dass das Bewusstsein noch lange nach dem klinischen Tod besteht.


Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen bereits Wissenschaftler der University of Southampton im Jahr 2014. Vier Jahre lang hatten die Forscher die Nahtoderlebnisse von 2.060 Patienten untersucht, von denen sich rund 40 Prozent bewusst an reale Ereignisse nach ihrem Herzstillstand erinnern und diese detailliert wiedergeben konnten. Sie konnten belegen, dass die Nahtoderfahrungen keinesfalls Halluzinationen sind, wie zuvor lange Zeit angenommen. Die aktuellere Studie der New Yorker Universität hat diese Forschung fortgeführt. Ihr Team vermutet, dass das Weiterbestehen des Bewusstseins darin begründet liegt, dass die Gehirnzellen erst Stunden, nachdem keine Hirnwellen mehr festgestellt werden können, absterben.